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Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen
Frankfurt am Main-Zeilsheim

Berichte

20.05.2013

Öku­me­ni­scher Pfingst­got­tes­dienst

Wir fei­ern ge­mein­sam: Pfings­ten ist der Geb­urts­tag der Kir­che. Un­ter die­ser The­ma­tik fei­er­ten evan­ge­li­sche und kat­ho­li­sche Chris­ten am Pfingst­mon­tag ei­nen öku­me­ni­schen Got­tes­dienst in der Evan­ge­li­schen Kir­che im Fran­ken­tha­ler Weg.

Da­zu hat­te die Ar­beits­ge­mein­schaft Christ­li­cher Kir­chen un­se­res Stadt­teils ein­ge­la­den – und vie­le Gläu­bi­ge ka­men. Die fest­li­che Li­tur­gie lei­te­ten Pfar­rer Ul­rich Mat­thei und Pfar­rer Mar­tin Sau­er. Die bib­li­schen Le­sun­gen aus der Apos­tel­ge­schich­te und dem 1. Ko­rint­her­brief des Apos­tels Pau­lus stimm­ten in die Ge­burts­tags­fei­er der Kir­che ein. Es ging um die Her­ab­kunft des Hei­li­gen Geis­tes auf die im Abend­mahl­saal zu Je­ru­sa­lem ver­sam­mel­ten Apos­tel, um das pfingst­li­che Spra­chen­wun­der und um den mis­si­o­na­ri­schen Auf­bruch der durch den Geist er­mu­tig­ten Jün­ger Jesu Chris­ti in die Mis­si­on. Mit gro­ßer Zu­ver­sicht der An­hän­ger Jesu wur­de da­mals vor 2000 Jah­ren durch die Evan­ge­li­sie­rung und die Grün­dung christ­li­cher Ge­mein­den auf dem Bo­den des Rö­mi­schen Rei­ches das Fun­da­ment der Kir­che ge­legt. So kön­nen noch in un­se­ren Ta­gen al­le Chris­ten trotz ver­schie­de­ner The­o­lo­gien und Äm­ter­struk­tu­ren ein Ge­burts­tags­fest fei­ern. Denn – so der Völ­ker­apos­tel Pau­lus – „durch den ei­nen Geist wur­den wir al­le in ei­nen ein­zi­gen Leib auf­ge­nom­men”. Die Got­tes­dienst­teil­neh­mer be­kräf­tig­ten die­se zen­tra­le Glau­bens­aus­sa­ge durch das Ge­bet des Glau­bens­be­kennt­nis­ses von Ni­zäa-Kons­tan­ti­no­pel, das von der ge­sam­ten Chris­ten­heit auf der Erde ge­spro­chen wird.

Im Zen­trum des öku­me­ni­schen Got­tes­diens­tes stan­den drei State­ments, die das We­sen des Got­tes­geis­tes, die Ein­heit der Kir­che und den freu­di­gen An­lass zur Fei­er des Pfingst­fes­tes the­ma­ti­sier­ten. In der Tau­fe wird dem Men­schen der Geist ge­schenkt (Der Ge­tauf­te ist ein Tem­pel des Hei­li­gen Geis­tes). – Je­sus be­te­te am Vor­abend sei­ner Pas­si­on um die Ein­heit der Apos­tel und so auch um die Ein­heit der kom­men­den Kir­che. – Wir ha­ben al­len Grund, an Pfings­ten den Geburts­tag der Kir­che zu fei­ern, denn wir er­in­nern uns an den mu­ti­gen Auf­bruch der ers­ten Chris­ten zur Mis­si­on in der da­ma­li­gen Welt, in der ei­ne Viel­zahl heid­ni­scher Re­li­gi­o­nen und Kul­te existierte.

Die ein­drucks­vol­le und an­re­gen­de Fei­er en­de­te mit dem Ge­sang des Lie­des „Gro­ßer Gott, wir lo­ben dich...” und dem Se­gen, den die bei­den Li­tur­gen spendeten.

Im Lut­her-Saal hat­ten flei­ßi­ge Hän­de ein Mit­tag­es­sen be­rei­tet, bei dem es zu in­ter­es­san­ten und freund­li­chen Ge­sprä­chen kam. Der Ge­burts­tag der Kir­che hat gewiss da­zu bei­ge­tra­gen, dass die Freund­schaft zwi­schen evan­ge­li­schen und kat­ho­li­schen Chris­ten wei­ter wach­sen kann. Ein schö­nes Zei­chen der So­li­da­ri­tät wa­ren die „P f i n g s t - F e u ­e r ­z u n ­g e n” (Streich­höl­zer), die an die An­we­sen­den ver­teilt wurden.

Dr. Wilhelm Platz